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Betr. Profilwahlen Kl. 8

Italienisch L’italiano è bello, ma anche utile – Italienisch ist schön, aber auch nützlich Warum sollte ich Italienisch lernen, das brauche ich doch nur für den Urlaub? So wird häufig gefragt. Die Kenntnis einer dritten Fremdsprache aber ist im vereinten Europa oftmals das ausschlaggebende Kriterium bei der Bewerbung um eine qualifizierte Arbeitsstelle. Dem Italienischen kommt dabei eine herausragende Stellung zu, da Italien zu Deutschlands wichtigsten Wirtschaftspartnern zählt – weit vor allen spanischsprachigen Ländern zusammengenommen. Zahlreiche Abiturienten des Freihof-Gymnasiums haben nach ihrem Abitur in Italienisch Studiengänge aufgenommen, die für eine Tätigkeit im Austausch mit Italien qualifizieren: Modedesign, Wirtschaft mit Italienqualifikation, Übersetzen und Dolmetschen, Lehramt Gymnasium u.a. Zwar lässt sich eine dritte Fremdsprache auch noch nach dem Abitur erlernen, aber dieser Weg ist mühsam und zeitaufwendig. Manche Studiengänge setzen die Kenntnis der Fremdsprache auch schon voraus und wählen Bewerber entsprechend aus. Also ist es durchaus nützlich, das Italienische schon während der Schulzeit zu erlernen. Der Pflichtunterricht umfasst drei Jahre, in denen im Unterricht mit dem Lehrbuch die grundlegenden Strukturen der Sprache und ein Grundwortschatz erarbeitet werden. Dabei unterscheidet sich der Italienischunterricht nicht wesentlich vom Unterricht in den anderen modernen Fremdsprachen. Allerdings ist die Progression aufgrund der schon bekannten Fremdsprachen steiler. Besonders Schüler mit Französischkenntnissen haben es am Anfang relativ leicht, da Vokabular und Grammatik dem Italienischen sehr ähnlich sind. Schüler mit Latein als erster Fremdsprache tun sich häufig mit dem spontanen Sprechen und Hörverstehen schwerer. Der Einsatz von Muttersprachlern im Unterricht und verschiedene Austauschmöglichkeiten (z.B. mit Foggia) fördern den Spracherwerb und motivieren zusätzlich. In der Kursstufe werden die Sprachkenntnisse anhand von landeskundlichen Themen und literarischen Texten ausgebaut. Italienisch kann als Pflichtfremdsprache in die Abiturprüfung eingebracht werden. Die Prüfungsformen entsprechen denen in den anderen modernen Fremdsprachen, das zu erreichende Niveau ist B2 nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen des Europarates (Englisch: B2/C1). Schließlich muss gesagt werden, dass das Italienische keinesfalls eine einfache Sprache ist, die sich von selbst lernt, wie manchmal behauptet wird. Vor der Entscheidung für das sprachliche Profil mit Italienisch sollte ich genau prüfen, ob ich folgende unabdingbare Voraussetzungen erfülle: • Interesse für Land und Leute. • Spaß am Fremdsprachenlernen. • Bereitschaft zum kontinuierlichenVokabellernen. • Freude am Sprechen und Schreiben. Lorenz Manthey, StD E-Mail für Rückfragen: manthey(at)freihof-gymnasium.de