Das Jugendbegleiter-Programm
in Baden-Württemberg

„Bildung, Betreuung und Erziehung sind nicht nur Aufgaben der Eltern, sondern liegen in der Verantwortung der ganzen Gesellschaft. Die Schulen sollen deshalb für die Mitarbeit außerschulischer Partner und ehrenamtlich Tätiger stärker als bisher geöffnet werden. Dazu soll die Arbeit der hauptamtlich tätigen Lehrerinnen und Lehrer unter anderem aus Vereinen, Verbänden oder Kirchen unterstützt werden“, so Ministerpräsident Öttinger und Kultusminister Rau im Dezember 2005.

Durch das von der Landesregierung initiierte Jugendbegleiter-Programm werden mehrere gesellschaftspolitisch aktuelle Ziele verfolgt:
• Zunächst gilt es, ganztägige Betreuungsangebote im schulischen Raum zu sichern und zu schaffen.
• Gleichzeitig soll die gemeinsame Arbeit aller für Kinder und Jugendliche Verant-wortung tragenden Personen gestärkt und das Ehrenamt in den schulischen Lebensraum junger Menschen intensiv einbezogen werden.
• Schließlich wird die außerschulische Bildung Teil eines Gesamtbildungskonzepts, verbunden mit einem Angebot, zusätzliche Kompetenzen zu erwerben.
• Der Zugang der Schülerinnen und Schüler zur außerschulischen Jugendbildung und Jugendarbeit soll bewusst hergestellt werden.

Als eine Perspektive diese gesamtgesellschaftlichen Engagements bietet sich ein flächendeckendes, am Bedarf orientiertes Angebot an allgemein bildenden Schulen mit Ganztagesbetreuung an.
Aufgabe der Jugendbegleiter soll es sein, eigenständige Bildungs- und Betreuungs-angebote in der Ganztagesbetreuung von Schulen als Ergänzung des Pflichtunterrichts durchzuführen. Mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Lebenserfahrung und ihrer Professionalität können Jugendbegleiter Jugendliche im außerunterrichtlichen Bereich in verschiedenen Themenbereichen unterstützen und begleiten.