Das Sozialpraktikum in der Klassenstufe 9 – wichtige Einblicke in andere Lebenswelten

Zum  Schuljahr der 9. Klasse gehört verbindlich ein sogenanntes Sozialpraktikum. Die Schülerinnen und Schüler sind dann für eine Woche an einer von ihnen ausgewählten sozialen Einrichtung in & um Göppingen und nehmen während dieser Zeit möglichst umfassend an allen Tätigkeiten in dieser Einrichtung teil. So lernen sie im Umgang mit Menschen eine für sie häufig neue Lebenswelt kennen: das Leben im Alter, mit einer Behinderung, mit einer Krankheit, ohne festen Wohnsitz und Arbeit, das Leben von Kindern mit Sprachproblemen etc.

Die Schule ist dabei behilflich, eine Praktikumsstelle zu finden, und inzwischen sind daraus langjährige Verbindungen zwischen den sozialen Einrichtungen und der Schule entstanden, so Frau Picardi, eine der Praktikumskoordinatorinnen fürs Schuljahr 2012/2013.

Durch einen mehrseitigen Bericht in Tagebuchform, der mit Hilfe gezielter Fragen die Praktikumszeit beleuchten soll, werten die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Blickwinkeln ihre Erfahrungen aus. Der Bericht fließt dann in die Religions- bzw. Ethiknote ein. Frau Picardi ist von diesem Konzept überzeugt. Sie erhält sehr positive Rückmeldungen von den Praktikumsstellen - und auch weniger motivierte Schüler/innen, die sie „mit ein wenig Bauchschmerzen in die Praktikumsstelle schicke“, zeigten sich zum Teil von einer ganz neuen Seite.

Das unter dem Namen Compassion bekannt gewordene Projekt geht auf die Gebrüder Kennedy zurück, die in den USA der 60er Jahre von ihrem Volk ein soziales Engagement einforderten – mit dem Ziel,  Achtung, Einfühlungsvermögen, Zuwendung und Hilfsbereitschaft gegenüber ihren Mitmenschen zu fördern.

In und um Göppingen nehmen folgende Einrichtungen gerne Freihof-Schüler/innen auf:
Im Kindergartenbereich:
·         Schulerburg-Kindergarten für Körperbehinderte, Göppingen
·         Evang. Kindergarten Schöllkopfheim, Göppingen
·         Waldeck-Kindergarten, Jebenhausen
·         Wilhelm-Busch-Kindergarten für Sprachbehinderte, Göppingen
·         Kindergarten St. Gallus, Faurndau
·         Breite Kindergarten, Heiningen
·         Kindergarten „Im Töbele“,  Rechberghausen
·         Kindertagesstätte Schmiedefeld, Uhingen
·         Kinderhaus Wangen, Wangen

Im schulischen Bereich:
·         Wilhelm-Busch-Schule für Sprachbehinderte, Göppingen
·         Bodelschwingh-Schule, Göppingen
·         Blumhardt-Förderschule, Bad Boll
·         Institut Eckwälden
·         J.Fischer-Förderschule, Süßen

Im Bereich der Altenpflege:
·         Pflegeheim Wilhelmshilfe, Göppingen
·         Senioren- und Pflegeheim Haus Kalixtenberg, Weilheim
·         Michael-Hörauf-Stift, Bad Boll
·         DRK-Seniorenzentrum Hattenhofen
·         Dienste für Menschen, Wohnstift Ebersbach

In der ambulanten Pflege und im diakonischen Bereich:
·         Sozialstation St. Franziskus, Göppingen
·         Tafelladen Carisatt, Göppingen
·         Diakonie, Göppingen
·         Malteser Hilfsdienst, Uhingen

In der Klinik:
·         Besuchsdienst „Grüne Damen“, Klinik am Eichert, Göppingen
·         Christophsbad, Göppingen

Die Schülerinnen und Schüler können aber auch selbst Praktikumsstellen suchen und genehmigen lassen. Während ihrer Praktikumszeit werden sie von Lehrerinnen und Lehrern aus dem Freihof-Gymnasium besucht.
Hier einige Schülerstimmen aus dem Schuljahr 2012/2013:


Gwent Krause, 9c:
Im Michael-Hörauf-Stift, einem Pflegeheim in Bad Boll, lernte ich den Beruf und den Alltag eines Altenpflegers kennen. Außerdem hatte ich einen Einblick in das Leben alter, teilweise demenzkranker Menschen und den damit verbundenen Schwierigkeiten.

Niklas Fuchs, 9c:
Mein Sozialpraktikum war im DRK-Seniorenzentrum Hattenhofen. Es war ein sehr interess
anter Einblick in den Alltag älterer Menschen, sowie in den Tagesablauf der Mitarbeiter. Ich würde die
se Praktikumsstelle jedem weiter empfehlen.

Michael Hiller, Leonie Thielmann, Moritz Kranz, 9c:
Wir waren auf verschiedene Klassen der Blumhardt-Förderschule aufgeteilt. Insgesamt können wir sagen, dass uns die Woche viel Spaß gemacht hat und wir sicherlich von diesen Erfahrungen profitieren werden. Wir  haben viel gelernt, zum Beispiel was Inklusion ist, wie die Förderschule funktioniert und wie die Schüler das System finden. In dieser Woche fiel uns noch etwas auf: alle Kinder akzeptieren sich so, wie sie sind. Manchmal weiß man auch auf den ersten Blick gar nicht, welches Kind Förderbedarf hat und welches nicht. Diese Praktikumsstelle würden wir auch anderen Schülerinnen und Schülern weiterempfehlen, da wir vielseitige Eindrücke erhalten haben. Uns wurde viel Verantwortung übertragen und wir wurden ernst genommen.



























Monique Kranz-Janssen (Eltern, 9c, KS 1)

Projektgruppe Schulentwicklung

SCHÜLER – LEHRER – ELTERN


Liebe Schüler, Eltern und Lehrer,

wir laden alle Interessierten ein zum nächsten Treffen der Arbeitsgruppe Schüler-Lehrer-Eltern
am Freihof-Gymnasium am:

Dienstag, 09. Juli 2013
um 19:00 Uhr in Raum 116

An diesem Abend möchten wir die Erwartungen der einzelnen Gruppen (Schüler, Eltern, Lehrer) an diese Arbeitsgruppe klären und das weitere Vorgehen erarbeiten.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme von Schülern, Lehrern und Eltern – neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Namen der Projektgruppe
Ann-Katrin Staudenmaier(10a)
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